Wir konnten Frau Kanwiszer (E/SW) zum November fest einstellen. Bereits seit längerer Zeit haben wir uns gewünscht, das Fach Sozialwissenschaften besetzen zu können. Seit November unterrichten Frau Bethge (D/SP)) und Herr Klein (M/PHY) am Löhrtor. Verlassen haben uns im November Frau Gering (S/PÄD) und Herr Briel (D/SP), beide haben eine feste Stelle an einer anderen Schule erhalten. Zum Halbjahr werden uns ebenfalls Frau Billand (D/F) und Frau Krusch (S/BIO) verlassen, die ebenfalls an einer anderen Schule fest eingestellt worden sind. Frau Keil (PÄD/D) ist zur Zeit mit fünf Stunden vom Gymnasium Wilnsdorf zu uns abgeordnet.

Der große Wechsel von Lehrkräften hat komplexe Ursachen, alle Schulen sind davon zur Zeit betroffen. Ich möchte dies kurz erklären:
• Die Landesregierung sieht zur Zeit vier Einstellungstermine statt wie bisher zwei vor: August, November, Februar und Mai. Damit ist die gewohnte Kontinuität bei Vertretungsunterricht und beim Einsatz von Vertretungskräften kaum möglich, da diese nach kurzer Zeit eine Festanstellung erhalten.
• Da der Frauenanteil innerhalb der Kollegien stark angestiegen ist, sind Ausfälle durch Mutterschutz und Erziehungszeiten ebenfalls erheblich gestiegen. Diese Ausfallzeiten benötigen wiederum neue Lehrkräfte, die Vertretungsunterricht geben. Damit ist der „Markt“ an potenziellen Lehrern fast ausgeschöpft.
• Die sog. „flexiblen Mittel“ als Finanzierungsgrundlage für ausfallenden Unterricht durch Krankheit, Mutterschutz usw. stehen erst nach einigen Wochen zur Verfügung. Grund ist, dass mindestens vier bis sechs Wochen Krankheitszeiten vorliegen müssen, um den Verwaltungsaufwand zu rechtfertigen (Organisation der Verträge, Mitbestimmungs­rechte des Personalrates usw.)
• Wir sind mit mindestens einer Stelle im Unterhang und benötigen zur Zeit die Fächer Mathematik, Französisch und Spanisch. Neue Stellen gibt es nicht, da andere Gymnasien sich im sog. Überhang befinden, also zu viele Stellen haben, und die Stellenzuweisung auf der Kreisebene berechnet wird. Hat also ein Kreis Überhang an Lehrern, so finden kaum Stellenzuweisungen statt.
• Wir haben zur Zeit 715 Schülerinnen und Schüler, die das Löhrtor besuchen. Steigende Schülerzahlen bedeuten einen größeren Bedarf an Lehrern.

Ich hoffe, damit ein wenig Transparenz zu schaffen und bitte um Ihr Verständnis. Gerne beantworte ich Ihnen auch Fragen, die möglicherweise in diesem Zusammenhang entstehen. Wir sind kontinuierlich um eine ausgeglichene Unterrichts­versorgung bemüht.