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Am 31. März trafen sich mehr als 50 freiwillige und abenteuer­lustige Schülerinnen und Schüler unserer Schule gegen 21 Uhr am Löhrtor-Hallenbad. Alle verfolg­ten dasselbe Ziel: Ein schönes Wochenende in London zu verbringen. Organisiert, geplant und letztlich auch durch­geführt wurde die Fahrt von Herrn Kraemer. An seiner Seite war zudem auch Frau Banda.

Nachdem wir insgesamt weitere 20 Minuten am Hallenbad auf den Reisebus warten mussten, stellte sich jedoch durch ein Telefonat heraus, dass dieser sich in der Oranienstraße befand und dort auf uns wartete. Somit traten alle Schüler mit ihren Eltern den kurzen Weg zum Bus an und stiegen in diesen ein. Darauf folgte eine ruhige Fahrt durch Belgien und Frankreich in Richtung Anlegehafen Calais. Vereinzelt hörte man während der Fahrt Gespräche und auch leise Musik durch die Sitzreihen schallen. Der eigentlich sehr nette Busfahrer sah es mit den Pausen nicht so ernst und so machten wir lediglich zwei (große) Pausen auf dem Weg zum Hafen. Der Vorteil bestand nur darin, dass unser Schlaf auf der Fahrt nicht durch Pausen gestört wurde.
Gegen 4 Uhr wurden jedoch alle geweckt und wach, denn wir waren am Hafen angekommen und kurz vorher stand noch eine Sicherheitskontrolle an. Somit mussten sich alle müde und teilweise noch erschöpft vom Vortag (es wurden noch Klausuren geschrieben) durch die Gepäck- und Passkontrolle schlängeln.
Nachdem nun alle erfolgreich diesen Weg passiert hatten, kamen wir gegen kurz vor halb 5 (bereits Samstag) unmittelbar am Hafen an. Auch hier mussten alle nun wieder aussteigen und suchten nun das nahegelegene Aufenthaltshaus auf. Dort verbrachten wir die Zeit, die wir noch bis zur Fähre hatten, welche um 6 Uhr ablegen sollte. Vor Ort boten sich uns ferner die Möglichkeiten, mit verschiedenen (Computer-)spielen, Kaffee-/Snackautomaten und letztlich natürlich auch mit Schlafen die Zeit herumzubringen.
Alles in allem war dies aber eine gute Möglichkeit, auf die Fähre zu warten. Gegen 5:45 Uhr versammelten wir uns alle wieder im Bus, um gemeinsam auf die Fähre zu fahren. Dort angekommen mussten aus Sicherheitsgründen leider alle nach oben aufs Oberdeck und wir durften nicht - wie von manchen gewünscht „einfach im Bus weiterschlafen“.
In relativ kurzer Zeit verteilten wir uns auf der Fähre zwischen Franzosen, Belgiern und natürlich auch den Briten. Nachdem die Fähre ablegte, bot sich ungefähr dieses Bild: Manche von uns lagen schlafend auf dem Fußboden, andere irrten durch die Gänge, ein paar von uns hatten ein Computerspielparadies entdeckt, andere wiederum befanden sich auf dem Oberdeck an der frischen Luft und manche schliefen sitzend ein.

Nach etwa 2 ½ Stunden Überfahrt versammelten sich alle wieder im Bus und warteten, teilweise auch schon gut ausgeschlafen, auf die Ausfahrt auf britischem Boden am Hafen in Dover. Doch initial bot sich uns ein leicht verwirrendes Bild. Alle Autos und Lastkraftwagen fuhren auf der linken Spur. Dies stiftete einige staunende Blicke unsererseits.
Nach einer weiteren (langen) Fahrt auf dem „Highway“ kamen wir endlich gegen 9:30 Uhr im langersehnten London an. Der Bus hielt direkt am Big Ben und nach letzten organisatorischen Absprachen mit Herrn Kraemer konnten wir in Gruppen ab drei Personen die Stadt erkunden. Ehe Herr Kraemer uns abschließend noch die Uhrzeit nennen konnte, wann wir wieder am Bus sein sollten, sprangen einige schon auf und wollte aussteigen. Auch diesen Leuten konnte man dann allerdings doch noch vermitteln, dass wir uns gemeinsam wieder um 21 Uhr an demselben Ort treffen würden.
Gemeinsam in den Gruppen verbrachten also alle wunderschöne Stunden in der Großstadt London. Viele erkundeten die Stadt mit der U-Bahn, einige auch per Schiff über die Themse und andere sahen den Aufenthalt eher als Sporttraining und liefen zu Fuß zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten. Besucht wurden zum Beispiel: Buckingham Palace, Oxford Street, London Eye, The Shard, Piccadilly Circus, Hard Rock Cafe, Tower of London, St. Paul's Cathedral etc.

Insgesamt konnten aber alle viele positive und vielleicht auch negative Eindrücke der Stadt aufnehmen und sich somit ihr individuelles Bild der Stadt machen.
Gegen 21 Uhr trafen langsam aber sicher alle wieder am vereinbarten Treffpunkt ein und wir machten uns auf in Richtung Hafen Dover. Wir waren alle sichtlich erschöpft und so gut wie jeder schlief nach wenigen Minuten ein.
Am Hafen angekommen stellte sich heraus, dass die Fähre, die wir gegen 2 Uhr (Sonntag morgens) nehmen wollten, eigentlich ausgebucht war und auch unser reservierter Stellplatz für den Bus, auf der Fähre bereits von einem anderen Reisebus belegt war. Die nächste Fähre hätte uns erst um 7 Uhr nach Calais schiffen können, was natürlich die absolute Katastrophe für uns bedeutet hätte, denn dann hätten wir a) erst noch 5 Stunden warten müssen und b) wären wir auch erst ca. gegen 13 Uhr in Siegen angekommen. Naja, jedenfalls konnten wir nur durch viel Überzeugungsarbeit des Busfahrers und Herrn Kraemers dann doch noch auf die Fähre fahren.

Wie ich bereits zuvor erwähnt hatte, war die Fähre ausgebucht und ziemlich voll. Die Schülerinnen und Schüler aus Siegen verteilten sich wie auch bereits auf der Hinfahrt auf der gesamten Fähre. Es kam sogar soweit, dass einige gar keinen Sitzplatz mehr hatten und entweder irgendwo auf dem Fußboden lagen oder saßen.
Nach einer sehr anstrengenden Überfahrt mit viel Geschrei französischer Kinder und extremen Lärm kamen wir dann auch endlich und erhofft wieder in Calais an.
Unser Reisebus füllte sich mit Schülern und nach einer kurzen Überprüfung auf Vollständigkeit durch Herrn Kraemer waren wir bereit, nun die Route in Richtung Löhrtor 15, in 57072 Siegen, anzutreten.
Die Fahrt verlief durchwachsen, einige schliefen und einige hörten über einen Bluetooth-Lautsprecher Musik. Leider zum Ärger von Manchen, welche den erhofften und langersehnten Schlaf bekommen wollten. Weitere Staus und einige Pausen begünstigen dies dann noch.
Nach weiteren gefahrenen Kilometern konnten wir dann gegen 9:30 Uhr am Sonntag bei herrlichem Wetter Siegen und einige bereits wartende Eltern begrüßen.

Abschließend ist also festzuhalten, dass diese durchaus anstrengende Fahrt nach London und wieder zurück sich auf jeden Fall gelohnt hat. So, wie ich es mitbekommen habe, waren alle sehr überzeugt von der Stadt und wollten eigentlich noch länger dort bleiben.
Ein großer Dank gilt im Namen aller Mitreisenden natürlich Herrn Kraemer, welcher uns die Reise erst ermöglichen konnte. Und vielleicht wird er nächstes Jahr erneut eine Reise nach London anbieten. Bis dahin immer daran denken: '"When nothing goes right - go left!"

Niklas Benndorf