Was ist das Stufenprogramm?

Das Stufenprogramm am Löhrtor ist eine Maßnahmen gegen Unterrichtsstörungen und anderes lernschädliches Verhalten. Es soll dezidiert kein Sanktionenkatalog sein, sondern stattdessen Hilfestellungen und Beratung bieten und ermöglichen. Das Stufenprogramm wurde gemeinsam von den Eltern, den Schülerinnen und Schülern sowie dem Kollegium des Löhrtors vereinbart.

 

Wie funktioniert das Stufenprogramm?

  • Bei Schulbeginn müssen Eltern sowie Schülerinnen und Schüler die Regelungen akzeptieren.
  • Die Verantwortlichkeit für die ergriffenen Maßnahmen liegt bei den Klassenlehrerinnen und -lehrern.
  • Alle Schülerinnen und Schüler bekommen ein Stammblatt. Die Stammblätter werden von der Klassenlehrerin / vom Klassenlehrer in einem Ordner verwaltet.
  • Nach einem Halbjahr werden die Einträge gelöscht.

 

Wie läuft das Stufenprogramm ab?

  • Bei einem Fehlverhalten (Sozialverhalten, Vergessen von Hausaufgaben, Schulbüchern etc.) einer Schülerin / eines Schülers wird dieses Fehlverhalten auf dem betreffenden Stammblatt eingetragen.
  • Beim dritten Eintrag findet möglichst zeitnah ein Gespräch mit der betreffenden Schülerin / dem betreffenden Schüler statt (Stufe 1). In diesem Gespräch setzt sich die Lehrerin / der Lehrer mit der betreffenden Schülerin / dem betreffenden Schüler zusammen, legt ihr / ihm objektiv das Fehlverhalten dar und beide vereinbaren gemeinsam eine Verhaltensänderung. Hier wird auch ein neuer Termin vereinbart (ca. 2 Wochen nach dem ersten Gespräch). Im Anschluss an das Gespräch wird eine Information an die Eltern über den Anlass des ersten Gesprächs verfasst.
  • Bessert sich das Verhalten der Schülerin / des Schülers nicht, folgt Stufe 2 in Form einer Einladung der Eltern zu einem Gespräch. Diese zweite Stufe kann im Zusammenhang mit körperlicher Gewalt auch sofort ergriffen werden. In dieser Stufe erweitert sich auch der Teilnehmerkreis auf ggf. SchülerIn, betroffene(n) LehrerIn, KlassenlehrerIn. Auch hier werden Verhaltensänderungen besprochen und protokolliert. Darüber hinaus wird ein neuer Gesprächstermin zur Evaluation vereinbart.
  • Falls sich das Verhalten nicht bessert, erweitert sich der Teilnehmerkreis in Stufe 3 weiter und es kommen ein Mitglied der Schulleitung sowie eine(r) der VerbindungslehrerInnen hinzu. Im Rahmen dieses Gesprächs werden erste gesetzliche Folgen im Falle eines weiteren Fehlverhaltens aufgezeigt.
  • Tritt wiederum keine Besserung des Verhaltens ein, folgt Stufe 4. Abermals erweitert sich der Kreis der teilnehmenden Personen um eine Vertreterin / einen Vertreter der Schulberatung bzw. Jugendgerichtshilfe. Hier werden darüber hinaus erste Maßnahmen nach § 53 SchulG, Abs. 3 1-3 ergriffen. Auch eine Teilkonferenz kann hier wegen des Fehlverhaltens anberaumt werden.
  • Im fünften und letzten Schritt tritt eine Teilkonferenz wegen des Fehlverhaltens zusammen. Anwesend sind außerdem die betreffende Schülerin / der betreffende Schüler, die Eltern, KlassenlehrerIn, die Schulleitung, ein Mitglied der Schülervertretung oder ein(e) SchülerIn des Vertrauens sowie Vertreter von Behörden und Ämtern